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Eingeklemmte Person nach Frontalkollision mit Streufahrzeug des Winterdienstes


Bad Endorf - Aus noch nicht geklärter Ursache geriet die Fahrerin eines PKWs nach einer engen Linkskurve im Bad Endorfer Ortsteil Mauerkirchen am 20.12.2006 gegen 20.30 Uhr zu weit auf die Gegenfahrbahn und prallte dort halbfrontal gegen einen entgegenkommenden, fast noch fabrikneuen Winterdienst-Unimog der Straßenmeisterei.


Der Unimog hatte zwar kein Räumschild montiert, die Montageplatte des Schneepfluges und der massive Längsträger des mit Streusalz voll beladenen, 15 Tonnen schweren Fahrzeuges gaben der Aufprallwucht aber kaum nach, sodass der PKW davon massiv zurückgeschleudert wurde. Der demolierte PKW geriet dann rückwärts von der Fahrbahn ab und blieb kurz vor einem Bachbett in der abschüssigen Böschung an einigen Bäumen seitlich hängen.

Die Fahrerin wurde mit beiden Beinen und bis auf Brustkorbhöhe von Lenkrad und Armaturenbrett eingeklemmt und schwer verletzt. Ein im Fahrzeug befindlicher Hund wurde ebenfalls beim Aufprall verletzt. Bei Eintreffen der Rettungskräfte waren bereits mehrere Ersthelfer vor Ort und betreuten die Fahrerin. Unter der Einsatzleitung der zuständigen Ortsfeuerwehr Antwort sicherte die Feuerwehr Bad Endorf zunächst mit Stahlseilen das Fahrzeug vor dem Abrutschen ins Bachbett.

Die Unfallstelle wurde zur Sicherung der Rettungsarbeiten umfangreich ausgeleuchtet. Der Notarzt stimmte wegen des noch stabilen Kreislaufzustands einer etwas zeitaufwendigeren, dafür möglichst patientenschonenden Rettungsmethode zu. Das Fahrzeug wurde am Stahlseil aus der ungünstigen Hanglage zwischen den Bäumen schonend herausgezogen und die Fahrertür anschließend herausgetrennt. Der Notarzt erreichte nun einwandfrei die Patientin und stabilisierte sie noch im Fahrzeug mit weiteren Medikamenten.

Zwischen A- und B-Säule konnten danach die Rettungszylinder angesetzt werden. Es gelang, auch für die Beine soweit freien Raum zu schaffen, dass die Rettungsassistenten dann gemeinsam mit der Feuerwehr die Patientin aus dem Innenraum herausheben konnten. Vom Rettungswagen des BRK wurde die schwer verletzte Frau anschließend ins Klinikum Rosenheim gebracht.

Ein Polizei-Hundeführer nahm sich auch des verletzten Hundes an und veranlasste eine tierärztliche Versorgung.

Für die Bergungs- und Aufräumungsarbeiten blieb die Staatsstraße 2092 zwischen Prien und Bad Endorf insgesamt für knapp zwei Stunden gesperrt.
 


Bericht: Mario Kögl, 1. Kdt. FF Bad Endorf
Fotos: Ammelburger
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