KFV-Rosenheim
TUIS Trainingstag bei Wacker Chemie in Burghausen



Am Samstag, den 29.05.2010 war es wieder soweit: 25 Teilnehmer und 1 Teilnehmerin aus 8 verschiedenen Landkreisfeuerwehren (Pfaffenhofen, Amerang, Feldkirchen – Westerham, Degerndorf, Edling, Prien am Chiemsee, Attel/Reitmehring und Heufeld) trafen sich um 7:00 Uhr in Wasserburg, um von dort nach Burghausen zu starten.

Der Trainingstag in Burghausen ist seit Jahren ein wichtiger Bestandteil der Gefahrgutausbildung im Landkreis Rosenheim. Dieses Jahr wurde das Ausbildungskonzept von der Werksfeuerwehr neu gestaltet, um z.B. dem Umgang mit Fachliteratur zu Gefahrstoffen einen höheren Stellenwert einzuräumen.


Die Wartezeit während der Anmeldung an der Pforte des Werkes versüßten die Feuerwehren Attel/Reitmehring und Edling den Teilnehmern mit einem kostenlosen Frühstück.
Nach dem Empfang durch das Ausbilderteam der Werkfeuerwehr Wacker Chemie stand wie jedes Jahr eine kurze Einweisung in die „Grundkenntnisse im Gefahrguteinsatz“ auf dem Programm. Neu waren die Planspiele, die jeden einzelnen forderten.


Die Kameraden teilten sich dazu in drei Gruppen auf und erarbeiteten für drei verschiedene Einsatzszenarien Lösungsansätze anhand der GAMS – Regel (Gefahr erkennen – Absperren – Menschenrettung durchführen – Spezialkräfte alarmieren). Auch die Fachliteratur kam hier zum Einsatz und half bei der Planung von Erst- und Folgemaßnahmen. Anschließend präsentierten die Teilnehmer ihre Ergebnisse im Gremium.


Das Mittagessen nutzte die Mannschaft zum ersten Erfahrungsaustausch mit den Ausbildern. Frisch gestärkt ging es nun ans Werk: Die Teilnehmer wurden auf die Fahrzeuge aufgeteilt und die Einsatzübung begann mit dem Alarmstichwort „Lkw – Unfall“.


Übungsobjekt war ein Lkw – Anhänger. Es wurde angenommen, dass dieser bei einem Unfall vom Zugfahrzeug getrennt wurde und der Beifahrer beim Versuch, die Ursache zu erkunden, auf dem Anhänger verunglückt war. Außerdem wurden beim Unfall mehrere Fässer, die Gefahrstoffe beinhalteten, beschädigt. Die ersten Trupps rüsteten sich auf Befehl der Einsatzleitung bereits auf der Anfahrt mit Atemschutzgeräten aus.

 
Die Erstmaßnahmen wie Erkundung und Notdekontamination, aber auch weiterführende Maßnahmen bewältigte die bunt gemischte Mannschaft – auch zur Freude der Ausbilder der Werkfeuerwehr Wacker Chemie – hervorragend, auch wenn die Einsatzleitung oft umorganisieren musste. Verbesserungswürdig war der Ablauf einer „Crash – Rettung“ eines verunglückten CSA – Trägers, wobei den Kameraden die Routine fehlte.

Die Gefahrguttage bei Wacker Chemie und auch bei Infraserv Gendorf bieten den Feuerwehren sehr gute Chancen, Schwächen zu erkennen und Stärken weiter auszubauen. Sie helfen auch Berührungsängste im Bereich Gefahrgut abzubauen.

Als besonderen Dank für die Zusammenarbeit überreichte Christian Hof in Vertretung der Kreisbrandinspektion Rosenheim und dem Landratsamt Rosenheim dem Ausbilderteam der Werkfeuerwehr Wacker Chemie ein Präsent.

Dankend erwähnt seien an dieser Stelle auch die Feuerwehren, die ihre Fahrzeuge und Ausrüstung für solche Übungen zur Verfügung stellen.


Bericht und Fotos: Christian Hof, Fachbereichsleiter Gefahrgut A-B-C-Öl

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