KFV-Rosenheim
3. Kreisfeuerwehrtag in Heufeld mit Kommandantendienstversammlung 2010


Ehrung der im letzten Jahr ausgeschiedenen Kommandanten im Landkreis Rosenheim

Heufeld – Von ihrer besten Seite zeigten sich die Feuerwehren des Landkreises beim Kreisfeuerwehrtag der alle fünf Jahre stattfindet und diesmal anlässlich der 150-Jahrfeier in Heufeld stattfand. Auf dem Gelände der Südchemie hatten einzelne Wehren alles aufgeboten was zeitgemäße Feuerwehrtechnik zu bieten hat.


Auf dem Programm des Kreisfeuerwehrtages stand aber nicht nur die Präsentation des Fuhrparks sondern auch eine Ausstellung über Feuerwehrausrüstung.


Mit dabei waren auch die anderen Hilfsdienste wie Rettungsdienst, Wasserwacht, THW und die Rettungshundestaffel von BRK, MHD und Johanniter. Informieren konnten sich die Besucher auch über die einzelnen Dienste der Feuerwehr wie die Jugendarbeit. An einem gesonderten Stand wurde die zunehmend wichtigere Arbeit der Notfallseelsorge informiert.


Den ganzen Tag über gab es für die Zuschauer Vorführungen einzelner Schadensfälle. So die Aufarbeitung von Unfällen mit Einsatz von Rettungsschere und –spreizer. Für Kinder gab es eine Hüpfburg, mit der Drehleiter ging es in luftige Höhe. Für Technikbegeisterte zeigte Kreisbrandinspektor Richard Mittermaier Flüge mit seinen originalgetreuen und selbstgebauten Modellhubschraubern.


Wichtiger Tagesordnungspunkt war wiederum die Kommandantendienstversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes zu dem neben vielen Landkreisbürgermeistern auch Führungskräfte benachbarter Landkreise gekommen waren.

Kreisbrandrat Sebastian Ruhsamer stellte in seinem Bericht die aktuellen Zahlen des aus 117 Feuerwehren bestehenden Kreisfeuerwehrverbandes vor. So habe sich die Zahl der Einsätze gegenüber dem Vorjahr um über 600 deutlich auf 3696 Einsätze in 2009 erhöht. Die Zahl technischer Hilfeleistungen habe sich in Jahr 2009 um 23 Prozent gesteigert. Zu Bränden mussten die Landkreiswehren 320 Mal ausrücken, eine Steigerung um elf Prozent.

Die Anzahl der Feuerwehrdienstleistenden bezifferte der Kreisbrandrat mit 6226, das sind 200 mehr als im Vorjahr. Besonders erfreulich sei, so Ruhsamer, dass darunter 200 Frauen seien. Eine stolze Zahl sei auch die Anzahl der jugendlichen Feuerwehranwärter von über 1000. 167 seien aus dieser Gruppe zu den Aktiven gewechselt, so Ruhsamer.

Landrat Josef Neiderhell bekundete in seiner Rede seinen Respekt vor der Leistung der Feuerwehren. Angesichts der zurückliegenden bedrohlichen Hochwassersituation sei es beruhigend sich auf die Truppe und ihren Ausrüstung verlassen zu können. An einem solchen Tag zeige sich der Wert einer gut ausgebildeten Feuerwehr. Das in die Feuerwehren investierte Geld sei gut angelegt, sagte der Landrat. Besonders angetan zeigte sich Neiderhell über das Engagement der Jugend und das Abschneiden des Flintsbacher Feuerwehrnachwuchses, die beim Bayernweiten Wettbewerb Platz zehn belegt hatten.


Der Vorsitzende des Bezirksfeuerwehrverbandes, Kreisbrandrat Karl Neulinger aus Mühldorf, gratulierte dem Rosenheimer Verband zu ihrem engagierten Nachwuchs. Lobend erwähnte Neulinger Firmen die Mitarbeiter für den Feuerwehrdienst freistellen. Ausdrücklich wies Neulinger auf die Aktionswoche „Anpacken und Zupacken statt zuschauen“ hin, die der Bevölkerung aufzeigen soll, wie wichtig das Ehrenamt bei allen Hilfsorganisationen gerade heute ist.

Geehrt mit dem bayerischen Ehrenzeichen in Silber wurden in der Versammlung Josef Egger aus Penzing, der 39 Jahre Kommandant der Feuerwehr Penzing war und Rudolf Hamberger aus Ziegelberg, der jahrelang Kommandant und Vorstand der Ziegelberger Wehr war. Ebenso ausgezeichnet wurde die Firma Südchemie AG, für ihre aufgeschlossene Haltung um das Feuerlöschwesen.

Zum Abschluss fand noch die die Auszeichnung der ausgeschiedenen Kommandanten statt.


Bericht und Fotos: Josef Reisner

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