KFV-Rosenheim
Internationales Engagement der Kreisjugendfeuerwehr

Die europäische Einigung beeinflusst alle Bereiche unserer Gesellschaft und bietet auch für die Jugendarbeit neue Perspektiven und Erfahrungen. Einen aktiven Beitrag zur Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Finnland möchte die Kreisjugendfeuerwehr Rosenheim in den kommenden Jahren leisten.

Nach der Teilnahme an Austauschprogrammen für Ausbilder und dem Knüpfen freundschaftlicher Kontakte ist nun als nächster Schritt der Fachbereich „Internationale Jugendarbeit“ ins Leben gerufen worden. Ein Hauptziel: Den deutsch-finnischen Jugendleiteraustausch 2015 in unsere Heimatregion holen.

Mit der einstimmigen Nominierung von Elisabeth Smettan zur Fachbereichsleiterin setzte der Ausschuss der Kreisjugendfeuerwehr kürzlich ein klares Zeichen seiner Unterstützung für die Pläne. Die 21-jährige Erzieherin absolviert derzeit ein Studium zur Kindheitspädagogin und ist aktives Mitglied der Feuerwehr Flintsbach, in welcher sie die Ausbildung des Nachwuchses unterstützt.

Zusammen mit Kreisjugendwart Manuel Pöhmerer gehörte sie im vergangenen Jahr einer Delegation der Deutschen Jugendfeuerwehr (DJF) an, die Kameraden im finnischen Padasjoki zum einwöchigen Austausch besuchte. Außerdem vertrat sie den Landkreis beim diesjährigen Gegenaustausch in der Hansestadt Bremen und freute sich über ein Wiedersehen mit den skandinavischen Freunden.

In einem Vortrag anlässlich der Herbst-Dienstversammlung der Jugendfeuerwehr Oberbayern in Inzell berichtete sie kürzlich über die Ende 2011 in Finnland gewonnenen Eindrücke sowie die Jugendarbeit der dortigen Feuerwehren. Zentrale Inhalte seien dort unter anderem die Einbeziehung der gesamten Familie in den Feuerwehrdienst sowie intensive Ausbildungseinheiten in großen Jugendcamps. „Nach dem außerordentlich freundlichen Empfang durch unsere Gastgeber durften wir an mehreren Übungen teilnehmen und konnten nebenbei die Kultur des Landes kennenlernen“, so Elisabeth Smettan, die sich in der Zwischenzeit auch gute Kenntnisse der finnischen Sprache angeeignet hat.

 

Für Kreisjugendwart Manuel Pöhmerer stellt die Vertiefung der internationalen Kontakte des Feuerwehrnachwuchses aus der Region eine Herzensangelegenheit dar. „Der Austausch mit Jugendfeuerwehren und deren Ausbildern aus anderen Ländern stärkt nicht nur die interkulturelle Verständigung, sondern hilft auch entscheidend dabei, seinen Horizont zu erweitern und von den Kameraden zu lernen.“ Mit der Einrichtung des neuen Fachbereiches zur Internationalen Jugendarbeit gehöre die Kreisjugendfeuerwehr Rosenheim zu den Pionieren in Bayern und man wolle sich bemühen, im Jahr 2015 Gastgeber für den nächsten deutsch-finnischen Austausch der Jugendleiter zu werden.


Bericht: Georg Reinthaler, Kreisjugendfeuerwehr Rosenheim

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