KFV-Rosenheim
Bernauer Feuerwehr mit eindrucksvoller Einsatz- und Übungs-Bilanz

Bernau – 66 Einsätze mit 2.127 Einsatzstunden sowie 39 Übungen mit 1.400 Übungsstunden ergaben im abgelaufenen Jahr bei der Freiwilligen Feuerwehr von Bernau insgesamt 3.527 Stunden – oder täglich 9 Stunden – für die Allgemeinheit. Diese beeindruckende Bilanz präsentierte Kommandant Marcus Prassberger bei der Jahresversammlung der Bernauer Wehr. Dazu kamen noch die Berichte der Vorstandschaft und der Jugendfeuerwehr.

Der Personalstand bei der Bernauer Feuerwehr ist ebenfalls beeindruckend. Der gesamten Mannschaft gehören 46 männliche und drei weibliche Aktive, eine weibliche und sechs männliche Feuerwehranwärter und damit zusammen 56 Mitglieder der Mannschaft an. In den Aktiven Dienst wurden im Vorjahr Mathias Stephan, Korbinian Maurer und Felix Reim aufgenommen. Als Neuzugänge konnten Kolja Marzinkewitz und Oliver Bischoff begrüßt werden. Die Aktiven teilen sich unter anderem in 20 ausgebildeten Atemschutzträger, 10 Maschinisten, 17 Sprechfunker und 13 Führerscheininhaber der Klasse 2 auf, deren Anzahl aufgrund der beruflichen Verpflichtungen und der Anforderungen eher knapp ist. Ihr Können und ihre Bereitschaft waren bei 11 Brandfällen, bei 40 Technische Hilfeleistungen, bei sieben Sicherheitswachen und achtmal bei Fehlalarm gefordert.

Mit 66 Einsätzen hatte die Feuerwehr Bernau ein im Vergleich zu den Vorjahren eher ruhiges Jahr, die Spitzenzahlen bei der Statistik waren 2003 mit 145 Einsätzen und 2008 mit 120 Einsätzen. Aufgrund der gestiegenen Anforderungen wurden laut Atemschutzbeauftragten Florian Praßberger für die Atemschutztruppe einige Neuanschaffungen getätigt. Einen ausführlichen Bericht gab für die Jugendfeuerwehr deren Jugendwart Karl Huber. Deren 10 Mitglieder (davon ein Mädchen) erbrachten für die feuerwehrtechnische Ausbildung und für die allgemeine Jugendarbeit 105 Stunden. Zudem waren sie unter anderem bei der Christbaum-Einsammelaktion, beim Kinderferienprogramm, mit einem Zeltlager, beim Berufsfeuerwehrtag am Gerätehaus und bei einem Wissenstest in Bad Endorf aktiv.

Dank des Bürgermeisters und Ehrung für 40 Jahre aktiven Dienst
Für all die Aktivitäten innerhalb der Feuerwehr zum Wohl der Gemeinde und der Gesellschaft dankte Bürgermeister Klaus Daiber. Er gratulierte auch den Geehrten und Beförderten, die von Vorstand Markus Schmuck und Kommandant Marcus Praßberger ausgezeichnet wurden. Ganze 40 Jahre im aktiven Dienst waren bislang Kreisbrandmeister Franz Hügel, Peter Fischer (zuweilen auch Vorstandsmitglied) und Peter Stuhlreiter (zeitweise auch 2. Kommandant). Eine weitere Ehrung gab es für den zehnjährigen Dienst bei den Aktiven für Christian Strauch. In den Ruhestand verabschiedet wurden Günther Kleinschrot, Donat Praßberger und Peter Stuhlreiter Karl Huber wurde zum Löschmeister ernannt.

All den langjährigen und treuen Feuerwehrkameraden dankte in einem Grußwort Kreisbrandrat Sebastian Ruhsamer. Kreisbrandinspektor Franz Hochhäuser aus Prutting erläuterte in seinem Grußwort aktuelle Themen zum Feuerwehrführerschein, zur Abschaffung der Brandcontainer, zur Neueinführung eines Fahrsimulators und zur Brandschutzerziehung in Schulen und Kindergärten wie sie auch in Bernau aktiv praktiziert wird.

Die Feuerwehr Bernau ist nach den Ausführungen ihres Vorstands Markus Schmuck nicht nur im Einsatz- und Übungsbereich aktiv. Viele kirchliche Veranstaltungen, die Maiandacht der Gebirgsschützen an der Mariengrotte und die Gedenkmesse auf der Kampenwand wurden mit großer Gruppe besucht. Darüber hinaus wurde viel für die Geselligkeit und für die Familien (Stockturnier und Grillfest) getan.

In den Berichten von Vorstand Schmuck und Kommandant Praßberger wurde deutlich, dass den Feuerwehrleuten oftmals physisch und psychisch viel abverlangt wird. Beim etwas kuriosen und glücklicherweise nur mit Sachschaden verlaufenen Unglück eines Baggers, der in den Chiemsee stürzte, dauerte der Rettungseinsatz ganze neun Stunden. Die größte Belastung war ein Einsatz, als ein Mitglied der aktiven Feuerwehrmannschaft verunglückte und von seinen Kameraden aus seinem Fahrzeug nur mit größten Anstrengungen und schwerem technischen Gerät befreit und damit auch gerettet werden konnte.

Zufriedenstellend wie die Berichte aus den verschiedenen Sparten waren auch der Kassen- sowie der Revisionsbericht von Kassier Stephan Hölzl und von Prüfer Eberhart Schuhmann. In der freien Aussprache bat Karl Huber um eine Rückfahrkamera für das Transportfahrzeug 81/1. Die Umsetzung der Bitte – so Vorstand Schmuck – ist gemäß dem Katastrophenkonzept machbar.



Bericht: Anton Hötzelsperger, Büro für Öffentlichkeitsarbeit, Prien
Fotos: Markus Schmuk, Vorstand FF Bernau

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