KFV-Rosenheim
  Neuer Ausbildungsweg der ILS und der Unterstützungsgruppen



Am Freitag,15. Mai 2015 wurde eine neue Ära in der Zusammenarbeit der ILS (Integrierte Leitstelle Rosenheim) und den UG-ÖEL Gruppen (Unterstützungsgruppen Örtliche Einsatzleitung) der Stadt und dem Landkreis Rosenheim begonnen.

Bereits um 08:00 Uhr trafen sich am Brückentag die Schichtführer der ILS, die Kollegen der UG-ÖEL Stadt Rosenheim, UG-ÖEL Landkreis Rosenheim ( hier die Abt. aus Kolbermoor) und die Mitglieder der UG-SanEL des Rettungsdienstes an der Hauptfeuerwache in Rosenheim.

Die Teilnehmer wurden von Thomas Vogl, dem Leiter der ILS und von Wolfgang Schmitz, dem Ausbilder und Lehrdisponent der ILS recht herzlich begrüßt und in den Übungsablauf eingewiesen. Auch langjährige und erfahrene Mitarbeiter der ILS müssen sich nach gesetzlichen Vorgaben ständig fortbilden um immer auf einem hohen fachlichen Niveau in dieser sehr anspruchsvollen Tätigkeit zu bleiben.

Ziel an diesem Tage war es, den Mitarbeitern der Leitstelle vier Großschadenslagen realistisch einzuspielen und auch allen Beteiligten die Möglichkeit zu geben, „über ihren Tellerrand zu schauen“ und sich auch besser kennenzulernen. Die Stimmung war gut und ein reger Erfahrungsaustausch ließ nicht lange auf sich warten, obwohl die angenommenen Lagen sehr fordernd waren und allen Beteiligten ein hohes Maß an Leistung und Fachkompetenz abverlangten. So wurden u.a. ein Brand in einem Altenheim und ein massives Zugunglück innerhalb der Stadtgrenzen Rosenheim`s, sowie ein schwerer VU mit mehreren Lkw´s und einem Reisebus auf der BAB A8 und der Absturz eines vollbesetzten Passagierflugzeuges am Brünnsteingebiet eingespielt.

Es galt die Rettungsdiensteinheiten professionell zu führen und die Feuerwehr u. THW-Komponenten lageabhängig zu unterstützen. Auch die Koordinierung der Luftrettungs- und Transporthubschrauber bzw. die Anforderung von priv. Firmen z.B. Kran und Bergeunternehmen waren zu meistern. Auch als erste Schnittstelle zu Polizei, Landratsamt und anderer wichtiger Behörden musste agiert werden.

Hier sind eine Vielzahl von Tätigkeiten und standardisierten Arbeitsabläufen zu Händeln, die dem normalen Feuerwehrler oder Rettungsdienstler verborgen bleiben, da sie automatisch im Hintergrund ablaufen - aber auch das muss trainiert werden.

Am Ende gegen 15:30 wurde eine konstruktive und sehr positive Manöverkritik durchgeführt, und das Fazit aller Beteiligten war der Wunsch, diese Ausbildung zu wiederholen und die Zusammenarbeit weiterhin zu steigern. Nur wer die Strukturen und Aufgaben des Anderen kennt, hat auch Verständnis für dessen Arbeitsabläufe und Problemlösungen. Des Weiteren waren sich alle einig, solche Szenarien sollten doch bitte nur als Übungslagen auf uns zukommen.

Bericht: UG-ÖEL Lkrs. Rosenheim Abt. Kolbermoor


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